Hallo! 

Ich heiße Jürgen Seifert und wurde am 05.05.1962 in Wallenfels im Frankenwald geboren. Ich bin seit 31 Jahren mit meiner Frau Isabella glücklich verheiratet und Vater zweier zwischenzeitlich erwachsener Söhne.

Ich habe mehr als mein halbes Leben lang leidenschaftlich Fußball gespielt, mittlerweile rudere ich gern und regelmäßig und gehe in den Bergen wandern. Im Winter fahre ich sehr gerne Ski. Nicht zuletzt - wenn es die Zeit mal zulässt – spiele ich in einer geselligen Runde Schafkopf.

Mein beruflicher Werdegang begann 1979 mit der Laufbahn als Polizeibeamter und Einsätzen in allen Teilen Bayerns und sogar in Deutschland. So war ich bei den Demonstrationen um die Auseinandersetzung eines KKW in Brokdorf genauso eingesetzt wie bei Hausbesetzerdemonstrationen Anfang der 80iger Jahre, u. a. in Nürnberg.  Natürlich verrichtete ich ganz normalen Streifendienst. Ein Jahr verdiente ich mich sogar als Begleitschutz für hochrangige Politiker,

1990 / 1991 holte ich die Fachhochschulreife nach und studierte zunächst Betriebswirtschaftslehre. Von 1993 bis 1995 wechselte ich dann an die Fachhochschule für öffentliche Verwaltung und Recht in Hof und erlangte die  Einstiegsberechtigung in die Laufbahn des gehobenen Dienstes in der allgemeinen inneren Verwaltung.

Nach der erfolgreich abgelegten Prüfung leitete ich von 1996 bis 1997 die Hochbauabteilung beim Landratsamt Erlangen/Höchstadt; anschließend übernahm ich von 1998 bis 2005 die Geschäftsleitung der Gemeinde Pommersfelden. Dort leitete ich auch das Bau- und Ordnungsamt.

Von 2005 bis 2008 folgte ich der Berufung als Wirtschafts- und Finanzreferent in die Stadtverwaltung der Großen Kreisstadt Kulmbach. Zusätzlich übernahm ich die Geschäftsführung des Tourismus- und Veranstaltungseigenbetriebes der Stadt Kulmbach.

Mit der erfolgreichen Kandidatur zum Ersten Bürgermeister des Marktes Prien am Chiemsee hob ich meine ursprüngliche Verwaltungslaufbahn ab dem 1. Mai 2008  auf die Ebene eines kommunalpolitischen Spitzenmandates. Das war um so bemerkenswerter, da ich diese Wahl als Ortsfremder gewann und alleine meine Erfahrung und erlangte Kompetenz den Ausschlag für den Wahlsieg gab. 2014 wiederholte ich dieses „Kunststück“ mit einem beeindruckenden Ergebnis, mittlerweile natürlich als ortsansässiger Amtsinhaber. Mit der 2. Legislaturperiode zog ich in den Kreistag des Landkreises Rosenheim ein.

Dieses Amt des Ersten Bürgermeisters, mein Kreistagsmandat und eine Reihe weiterer kommunaler Mandate, insbesondere als Gesellschafter einer kommunalen Klinik und im Aufsichtsrat des Klinikkonzerns RoMed sind heute Fundament und Grundlage meiner Bewerbung für das Amt des Landrates im Landkreis Ansbach.

Schwerpunkt meiner Arbeit am Hochbauamt in Erlangen/Hochstadt war u. a. die Aufsicht über die Generalsanierung bzw. den Umbau des Krankenhauses in Höchstadt a. d. Aisch.

In Prien und im Aufsichtsrat der RoMed Kliniken begleite ich seit Jahren das Bauprojekt zur Erneuerung des Krankenhauses in Prien mit einem Investitionsvolumen von aktuell 60 Mio. €. Im Finanzausschuss des Bayerischen Städtetages, dessen stellvertretender Vorsitzender ich bin – und das als Vertreter einer der kleinsten Mitgliedsstädte - und im Finanzausschuss des Deutschen Städtetages sind Schwerpunktthemen der Beratungen die Finanzierung kommunaler Haushalte.

Ein Umstand begleitet uns hier wie da seit Jahren: Die Folgen von steigenden Verlusten im Gesundheitswesen und vor allem bei Kliniken in Kommunaler Trägerschaft engen zunehmend die Finanzspielräume der Städte und Landkreise für andere wichtige Aufgaben ein. Kommunale Gebietskörperschaften mit Kliniken rücken so in den Fokus der Öffentlichkeit, Negativschlagzeilen über Verluste verstärken die Verluste durch wegbleibende Patienten.

Die Herausforderung der Finanzierung solcher Verluste  stellt sich aktuell und mehr denn je bei ANregiomed im Landkreis Ansbach. Dadurch gerät eine optimale Gesundheitsversorgung in dem größten Flächenlandkreises Bayerns zunehmend in Gefahr. Davor die Augen zu verschließen wäre fatal.  Durch Verluste und Negativschlagzeilen, bleiben nicht nur die Patienten weg, sondern wandern auch Fach- und Pflegekräfte ab, genauso wie Ärzte.  Letztlich führt das zu einem Verlust an Know-how und menschlicher Zuwendung. Das darf nicht sein!

Wenn Sie sich jetzt fragen, warum dann eine Bewerbung hier und heute, vor Ihnen, für das Amt des Landrates im Landkreis Ansbach?  Heißt das nicht viel Arbeit und große Probleme?

Stimmt! Und gerade deshalb bewerbe ich mich. Ich verstehe Herausforderungen als Chancen. Für mich steht die Lösung und nicht  das Problem im Vordergrund und für mich ist der Aufbruch zu neuen Ufern wichtiger als der tägliche Trott und das routinierte Leben.

Seit vielen Wochen und vor den Gesprächen mit der Vorstandschaft der Freien Wähler im Landkreis Ansbach haben mich genau diese Gedanken beschäftigt. Die Entscheidung für eine weitere Amtszeit als Erster Bürgermeister in Prien stand an. Und hätte ich meinen Hut erneut in den Ring geworfen, eine Wiederwahl wäre so gut wie sicher gewesen. Das sage nicht nur ich, sondern das würden Sie auch von mehr als 90 % der Bürger/innen in Prien bestätigt bekommen.
Jedoch hatte ich das Gefühl,  meine Arbeit dort ist getan! Meine persönliche Bilanz nach zwei Wahlperioden in Prien fällt mehr als positiv aus, an vielen Aufgabenstellungen in einer Gemeinde mit 11.000 Einwohnern ist der Haken dran.

Prien ist sehr gut aufgestellt und finanziell bestens ausgestattet. Die Hausaufgaben in der Infrastruktur, in der Kinder- und Jugendbetreuung und – bildung sind ebenso erledigt, wie die in den Bereichen Seniorenbetreuung, Vereinsunterstützung oder bspw. Kultur.

Hinzu kam die Sehnsucht nach der Nähe zur Familie, das Heranwachsen der nächsten Generation und nicht zuletzt nach der Fränkischen Heimat.

Kurzum: Ich möchte die Chance für eine erfolgreiche Bewerbung HIER und HEUTE ergreifen, denn hier ist die Arbeit noch nicht getan!
Meine Entscheidung habe ich in Prien bereits bekannt gegeben, sie ist unumstößlich. Die Kandidatur zum Landrat ist vielleicht ein berufliches Wagnis – aber wer nicht wagt der nicht gewinnt, sagt schon ein altes Sprichwort.

 

Es ist für mich selbstverständlich und gehört zum „Anstand“, dass ich meine Arbeit in Prien erst ordnungsgemäß abschließe. Dazu gehört auch die Verabschiedung des Haushalts für das Jahr 2020. Ab Weihnachten werde ich mir und wir uns dann voll und ganz dem Wahlprogramm für die Kandidatur zum Landrat widmen.


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