Armin Kroder, Hans Henninger, Christian Löbel, Yvonne Schulz und Walter Schnell (v.l.)

18.10.2026
Jugendarbeit stärken und Medienkompetenz nachhaltig fördern

ANSBACH / MITTELFRANKEN. Die aktuelle Situation der Kinder- und Jugendarbeit in Mittelfranken sowie deren zukünftige Förderung standen im Mittelpunkt eines Informations- und Meinungsaustausches der Bezirkstagsfraktion der Freien Wähler im Bezirksrathaus Ansbach. Im Rahmen einer Fraktionssitzung informierten Geschäftsführerin Yvonne Schulz und Christian Löbel, ehrenamtlicher Vorsitzender des Bezirksjugendrings Mittelfranken, über aktuelle Entwicklungen, Projekte und Herausforderungen.

Der Bezirksjugendring ist die zentrale Fach- und Servicestelle für die Jugendarbeit in Mittelfranken. Er unterstützt und vernetzt Jugendverbände sowie Stadt- und Kreisjugendringe und engagiert sich in zahlreichen Bereichen, darunter politische Bildung, internationale Jugendarbeit, Medienpädagogik sowie Kinder- und Jugendkultur. Die FW-Bezirkstagsfraktion mit Armin Kroder, Walter Schnell, Hans Henninger und Marco Meier sieht darin einen unverzichtbaren Beitrag zur gesellschaftlichen Entwicklung junger Menschen.

Ehrenamt und Jugendförderung im Mittelpunkt

Ein wichtiges Gesprächsthema waren die finanziellen Rahmenbedingungen der Jugendarbeit. Dabei ging es unter anderem um die Überarbeitung der Förderrichtlinien, die Grundförderung der Jugendverbände sowie die Weiterentwicklung des digitalen Zuschussverfahrens. Auch die vielfältigen Bildungs- und Beteiligungsangebote des Bezirksjugendrings wurden vorgestellt. Bezirksrat Armin Kroder betonte: „Die Arbeit des Bezirksjugendrings und das große Engagement der vielen Ehrenamtlichen verdienen unsere höchste Anerkennung. Gerade in finanziell schwierigen Zeiten müssen wir dafür sorgen, dass diese wertvolle Arbeit verlässlich fortgeführt werden kann. Dafür werden wir uns als Fraktion auch weiterhin einsetzen.“

Bezirksrat Walter Schnell, der selbst über zehn Jahre Vorsitzender eines Kreisjugendringes war und auch dem Landesvorstand des Bayerischen Jugendringes angehörte, kennt die Bedeutung der Jugendarbeit aus eigener Erfahrung: „Ich weiß aus meiner früheren ehrenamtlichen Tätigkeit, wie viel persönlicher Einsatz und Verantwortung hinter der Jugendarbeit stehen. Junge Menschen lernen hier Gemeinschaft, demokratische Mitbestimmung und gesellschaftliche Verantwortung. Wir sehen, dass viele Menschen, die im Ehrenamt Verantwortung übernommen haben, heute tragende Kräfte in Gesellschaft und Politik sind. Deshalb ist es wichtig, die Verbände und insbesondere die Ehrenamtlichen bestmöglich zu unterstützen.“

Medienfachberatung in Zeiten sozialer Medien unverzichtbar

Besondere Aufmerksamkeit widmeten die Gesprächsteilnehmer der Medienfachberatung für den Bezirk Mittelfranken. Diese unterstützt Kinder, Jugendliche, Eltern und Fachkräfte beim verantwortungsvollen Umgang mit Medien und organisiert unter anderem medienpädagogische Projekte, Fortbildungen und Filmfestivals. Angesichts der zunehmenden Bedeutung sozialer Netzwerke, aber auch der Herausforderungen durch Desinformation, Hass im Netz und künstliche Intelligenz, kommt dieser Arbeit eine immer größere Bedeutung zu.

Für Bezirksrat Hans Henninger steht deshalb fest: „Soziale Medien sind heute aus dem Alltag junger Menschen nicht mehr wegzudenken. Umso wichtiger ist es, ihnen Medienkompetenz zu vermitteln und sie für Chancen, aber auch Gefahren der digitalen Welt zu sensibilisieren. Die Medienfachberatung leistet hier hervorragende Arbeit und muss auch in Zukunft unbedingt fortgeführt und entsprechend unterstützt werden.“

Bildungsstätten und Kinder- und Jugendprogramm als wichtige Zukunftsaufgaben

Ein weiterer Schwerpunkt des Austausches war die Bedeutung außerschulischer Bildungsstätten in Mittelfranken. Insbesondere die Jugendbildungsstätte Burg Hoheneck in Ipsheim sowie das Evangelische Bildungs- und Tagungszentrum Pappenheim bieten jungen Menschen wichtige Möglichkeiten zur persönlichen Entwicklung, zur politischen und gesellschaftlichen Bildung sowie zum gemeinschaftlichen Lernen.

Beide Einrichtungen leisten einen wertvollen Beitrag zur Bildungslandschaft in Mittelfranken. Darüber hinaus wurde die weitere Umsetzung des Mittelfränkischen Kinder- und Jugendprogramms angesichts der angespannten Haushaltslage thematisiert.

Marco Meier, Bezirksrat und Vorsitzender des Jugend-, Sport- und Regionalpartnerschaftsausschusses des Bezirks Mittelfranken, unterstreicht die Bedeutung der kontinuierlichen Zusammenarbeit: „Ich stehe mit den Verantwortlichen des Bezirksjugendrings regelmäßig im Austausch und weiß, mit welchem Engagement dort gearbeitet wird. Die Förderung junger Menschen ist eine Investition in unsere gesellschaftliche Zukunft. Deshalb müssen wir auch bei begrenzten finanziellen Spielräumen darauf achten, dass die wichtigen Ziele unseres Kinder- und Jugendprogramms weiterhin umgesetzt werden können.“

Zum Abschluss unterstrich die FW-Bezirkstagsfraktion die Bedeutung einer engen und vertrauensvollen Zusammenarbeit zwischen dem Bezirk Mittelfranken und dem Bezirksjugendring. Die vielfältigen Angebote und Projekte seien ein wichtiger Bestandteil einer lebendigen Jugend- und Bildungslandschaft und verdienten auch künftig die politische Unterstützung des Bezirks.