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Freie Wähler Ansbachs schicken Elke Homm-Vogel ins Rennen

Eine Wirtschaftsexpertin soll Oberbürgermeister in Ansbach werden.

Öffnungszeiten Bürgerbüro Ansbach

Das Bürgerbüro der „Freien Wähler Ansbach“ in der Neustadt 2 ist ab sofort an folgenden Tagen geöffnet: Samstag von 11 bis 12 Uhr. Zu diesen Zeiten stehen die OB-Kandidaten Elke Homm-Vogel und Stadtratskandidaten den Bürgern für Fragen und Anregungen zur Verfügung.

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Schulentwicklung 2011 - 2

Schulentwicklung in Ansbach 2011

Im Juli stellte FW-Stadtrat Dr. Kupser, der beruflich in der Lehrerausbildung tätig ist, ein mögliches Schulentwicklungskonzept für die Volksschulen vor, das von Anfang an mit den Kollegen der BAP und ÖDP abgesprochen und von diesen unterstützt wurde und später auch von CSU und SPD. Im Arbeitskreis Schule der Stadt vom 10.10.11 wurde von der Verwaltung ein Konzept vorgelegt und beschlossen, das in nahezu allen Punkten identisch war mit dem FW-Konzept(vgl. Positionspapier vom 10.10.11).
Mit der Zustimmung zu unseren Vorstellungen im Schule und Kulturausschuss wurde eine Schulentwicklung in Ansbach grundgelegt, die zukunftsfähig ist.

Gegenwärtige Schwerpunkte Ansbacher Schulentwicklung

  • Erhalt aller Grund- und Mittelschulstandorte, wobei durchaus einzelne Schulleitungen sinnvoll organisatorisch zusammengefasst werden können.

  • Die Friedrich-Güll-Schule wird zur zunächst alleinigen Ganztagesschule (Grund- und Mittelschule) ausgebaut.

  • Luitpoldschule, Waldschule (Meinhardswinden) und Güllschule bilden im Verbund mit Lehrberg die Mittelschule Ansbach. Dabei können je nach Bedarf Regel- und M-Züge an allen Schulen angeboten werden. Gegenwärtig sollen die M-Züge nur an der Luitpoldschule konzentriert werden.

Mit dieser Ausrichtung sind der Stadt Fehlinvestitionen in Millionenhöhe erspart worden, da sich aufgrund der Ganztageskonzentration an der Güllschule ein aufwändiger Mensaanbau an der Luitpoldschule erübrigt. Trotz dieser positiven Grundlagen bleibt noch Handlungsbedarf. Daher fordern wir Freien Wähler:

  1. Eine Personalentwicklung, die sich an den Bedürfnissen von Schülern, Eltern, Lehrern und Schulaufwandsträger ausrichtet. Die kollegiale Kooperation, die bisher kaum stattfand, muss dabei Vorrang haben und darf sich nicht an egoistischen Vorstellungen einzelner Schulleitungen orientieren. Lehrberg muss sinnvoll integriert werden.

  2. Es muss schnellstmöglich unter Beteiligung aller Schulleitungen ein „Pädagogisches Konzept“ für die Mittelschule entwickelt und vorgelegt werden, das sowohl die organisatorischen Rahmenbedingungen berücksichtigt als auch ein bedarfs- und schülerorientiertes qualitativ hochwertiges Bildungsangebot.

  3. Fragen und Folgen der Inklusion sind rechtzeitig in mögliche schulstrukturelle und haushalterische Überlegungen einzubeziehen.

  4. Die weitere Ausdifferenzierung eines Schulbedarfsplanes muss die privaten Initiativen „Evangelische Schule“ und „Montessori-Initiative“ im Blickfeld behalten, da deren Existenz mit Sicherheit Einfluss auf die Entwicklung der Schülerzahlen an den staatlichen Schulen haben wird.

Eckpunkte einer nachhaltigen und zukunftsorientierten Schulbedarfsplanung (Grund- und Mittelschule) in Ansbach

  • Der Schulbedarf muss sich an mittel- bis langfristigen Entwicklungen orientieren und zukunftsfähig sein!

  • Schulentwicklung setzt eine sach- und zielgerichtete Organisationsstruktur voraus, die sich an der lernenden Organisation (z.B. Mittelschule Ansbach) orientiert und nicht an partikulären Einzelinteressen.

  • Ob an einem Schulstandort R-M-oder Ganztageszüge angeboten werden, sollte dem an den Schulen vorhandenen Raumangeboten angepasst und flexibel in Abstimmung mit allen Schulleitern, dem Schulamt und dem Sachaufwandsträger gehandhabt werden.

  • Steuergelder müssen sinn- und verantwortungsvoll eingesetzt werden.

  • Vorhandene Bausubstanzen müssen genutzt und optimiert werden.

  • Die demographische Entwicklung muss in die Überlegungen einbezogen werden.

  • Die vorgelegten Schülerzahlen und der damit verbundene Raumbedarf müssen der Realität entsprechen.

  • Die gesetzlichen Grundlagen müssen für eine sinnvolle und ökonomisch vertretbare Schulentwicklung ausgeschöpft werden (z.B. Ganztagsschule).

  • Der Verbundschulleiter muss die optimale Entwicklung aller Schulen im Verbund fördern und nicht willkürlich bestimmte Schulstandorte bevorzugen, zumal das Auswirkungen auf die personelle Organisation und das Bildungsangebot haben kann.

  • Belange des Sachaufwandsträgers müssen mit einem pädagogisch und fachlich hochwertigen Bildungsangebot in Einklang gebracht werden.

  • Die Entwicklung der Mittelschulen ist in Ansbach stets in Zusammenhang mit den Grundschulen zu sehen, wobei der Grundsatz gelten muss: „Kurze Beine, kurze Wege.“

Ausblick

Da künftige schulstrukturelle Entwicklungen in Bayern nur schwer abzuschätzen sind (abhängig ist von landespolitischen Vorgaben und Veränderungen), ist es dringend erforderlich Raum vorzuhalten und nicht auf ein Minimum zu beschränken. Sinnvolle Investitionen in den augenblicklichen Gebäudebestand sind ökonomischer als umfangreichere Ausgaben zu einem späteren Zeitpunkt.

Die Stadt darf nicht den gleichen Fehler wiederholen, der mit der Schließung der Weinbergschule-Hauptschule einherging.

Grundsätzlich gelten für alle Überlegungen und Entscheidungen – auch investiver Art -, dass ein hochwertiges, differenziertes Bildungsangebot verbunden mit einer am Schüler orientierten fachlich-pädagogisch begründeten Arbeit im Vordergrund stehen muss.

Ansbach, 08.11.2011                                gez. Dr. Paul Kupser