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Aktuelles

Freie Wähler Ansbachs schicken Elke Homm-Vogel ins Rennen

Eine Wirtschaftsexpertin soll Oberbürgermeister in Ansbach werden.

Öffnungszeiten Bürgerbüro Ansbach

Das Bürgerbüro der „Freien Wähler Ansbach“ in der Neustadt 2 ist ab sofort an folgenden Tagen geöffnet: Samstag von 11 bis 12 Uhr. Zu diesen Zeiten stehen die OB-Kandidaten Elke Homm-Vogel und Stadtratskandidaten den Bürgern für Fragen und Anregungen zur Verfügung.

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Schulbedarfsplan

Frau Oberbürgermeisterin
Carda Seidel
Stadthaus
Johann-Sebastian-Bach-Platz 1
91522 Ansbach

Antrag

Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin,

die Stadt Ansbach beabsichtigt in den kommenden Jahren z. B. in Verbindung mit den Forderungen nach Ganztagsschulen größere Investitionen in den Grund- und Hauptschulbereich (vgl. Investitionsübersicht, Haushaltsplan 2009, S.742).

Die Forderung nach einem raschen, flächendeckenden Aufbau von Ganztagsschulen ist pädagogisch wie gesellschaftspolitisch äußerst sinnvoll und notwendig. Ansbach hat bereits erste Schritte in die richtige Richtung geleistet.

Allerdings fehlt - wie es die letzten beiden Anträge in der Stadtratssitzung  vom 24.03.09 eindrucksvoll belegten  - ein schlüssiges, Kosten und Bedarf berücksichtigendes Konzept im Grund- und Hauptschulbereich. Wegen mangelhafter Vorbereitung soll am Ende einer anstrengenden Stadtratssitzung über Investitionen im 6-stelligen Bereich entschieden werden, ohne dass vorher der Bedarf, die räumlichen und finanziellen Rahmenbedingungen eingehend geprüft wurden.

An diesem Beispiel wird deutlich, dass ein Schulbedarfsplan in der Stadt Ansbach, der längerfristig ausgerichtet ist, dringend erforderlich ist.

Zur Information ein paar Fakten, die diese Dringlichkeit unterstreichen:
Seit Einführung der 6-stufigen Realschule 2001 wurden in Bayern alle 540 Teilhauptschulen (die letzten mit dem kommenden Schuljahr) und darüber hinaus 77 bislang voll ausgebaute Hauptschulen geschlossen. Die Hauptschul-standorte gingen von 1642 auf heute nur mehr 1 022 zurück -  ein Rückgang um 38 %!
Ebenfalls berücksichtigt werden muss der Rückgang der Schülerzahlen in Folge des demografischen Wandels, der erst in den nächsten Jahren richtig zum Tragen kommen wird.

Wir Freien Wähler fordern angesichts dieser Entwicklungen:

1. Die schnellstmögliche Erstellung eines Schulbedarfsplanes für die Stadt
    Ansbach in Verbindung mit einer Projektgruppe bestehend aus Mitgliedern der
    im Stadtrat vertretenen Parteien oder Gruppierungen, der Stadtverwaltung
    und des staatlichen Schulamts in der Stadt Ansbach.

2. Da die Entwicklung im Landkreis ähnlich dramatisch verläuft und auf die Stadt
    Ansbach Einfluss hat, ist eine entsprechende Expertenrunde ebenfalls
    anzustreben.

3. Die geplanten Investitionen in einzelne Schulen sind auf der Basis eines
   Schulbedarfsplanes neu zu überdenken und zu konkretisieren, damit
   Fehlinvestitionen vermieden werden.

Die geplanten Maßnahmen sollen sich im Augenblick auf den Grund- und Hauptschulbereich beschränken, da hier dringender Handlungsbedarf besteht.
Natürlich muss ergänzend das gesamte allgemeinbildende Schulwesen in Stadt- und Landkreis zunehmend in den Fokus kommunalpolitischer Aktivitäten gerückt werden.
 
Es ist zwar populistisch und vordergründig plausibel sich für den längst notwendigen Ausbau von Ganztagesschulen einzusetzen, doch darf es nicht bei politischen Absichtserklärungen bleiben (vgl. Grundsatzrede des Bayerischen Kultusministers am  28.01.2009 in der Hanns-Seidel-Stiftung in München).

Angesichts der Wichtigkeit der Problematik bitten wir um eine Behandlung im Stadtrat.


Mit freundlichen Grüßen

Gez. Dr. Paul Kupser      Rainer Weiß
Stadträte der  Freien Wähler Ansbach