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FW-Kreistagsfraktion informiert

Das Chaos endlich beenden – Die Chance für einen erfolgreichen Neuanfang nutzen

Hans Henninger, Fraktionsvorsitzender
Dr. Hermann Schröter, Gesundheitspolitischer Sprecher FW-Kreistagsfraktion

Stellungnahme von Hans Henninger (Vorsitzender FW-Fraktion, Kreistag Ansbach) und Dr. Hermann Schröter (Gesundheitspolitischer Sprecher FW-Fraktion, Kreistag Ansbach) zu ANregiomed:

Außenstehende könnten fast glauben, dass es sich beim Chaos um ANregiomed um eine Faschingsveranstaltung handelt. Aber leider ist es viel zu ernst. Immerhin steht die Gesundheitsversorgung unserer Bürgerinnen und Bürger und die finanzielle Leistungsfähigkeit unserer Kommunen auf dem Spiel. Wir stellen fest, dass es richtig war, dass die Freien Wähler zusammen mit den Grünen, der ÖDP und der FDP eine Sondersitzung des Kreistags über ANregiomed beantragt haben und dass Dr. Hermann Schröters Grundsatzrede den Nagel auf den Kopf traf.

Bei ANregiomed ist eben nicht alles gut, sondern es sind wesentliche Korrekturen am sog. Zukunftskonzept nötig. Gut, dass diese Erkenntnis nun auch endlich bei der Landkreisführung ankam und dass man sich jetzt offensichtlich auch mit unserer wiederholten Forderung beschäftigt, ein erfahrenes, großes Unternehmen mit der Geschäftsbesorgung zu beauftragen. Dies ermöglicht Konzernsynergien und Know-how-Transfer, die in diesem Umfang durch eine reine Managementgesellschaft nicht dargestellt werden können

Hau-Ruck-Verfahren sorgt für Kopfschütteln

Die versuchte Vergabe der Geschäftsführung im Hau-Ruck-Verfahren an eine Tochterfirma von Oberender & Partner erzeugte bei uns nur Kopfschütteln. Man kann doch nicht dieselbe Firma mit der Bereinigung der Lage beauftragen, deren Konzept die Ursache oder zumindest ein Teil der Ursache des Problems ist! Wir brauchen einen echten Neuanfang und der ist nur möglich, wenn alle Karten offen und ehrlich auf den Tisch gelegt werden. Mit Oberender geht das nicht. Rektor Hartmann gebührt Dank dafür, dass er diese Pläne durch seinen überraschenden Gang an die Öffentlichkeit endgültig durchkreuzt hat. Leider zeigte das aber auch, dass die Spitzen der beiden größten Akteure im Gesundheitswesen der Region offenbar nicht besonders gut miteinander können.

Wichtigstes Ziel bleibt gute Versorgung der Bürger

Die Diakonie Neuendettelsau könnte unsere Kliniken sicher erfolgreicher führen als es bisher der Fall ist. Das beweist sie als großer Sozialkonzern tagtäglich. Und grundsätzlich wäre eine Zusammenarbeit schon aufgrund der räumlichen Nähe sicher sinnvoll. Allerdings wird auch eine Geschäftsführung oder die Übernahme der Kliniken durch die Diakonie sicher nicht kostenlos zu haben sein. Die Vorteile und Nachteile müssen in der gebotenen Eile, aber auch intensiv ausgelotet werden. Dann wird sich zeigen, ob eine Zusammenarbeit sinnvoll ist. Das wichtigste Ziel bleibt für uns die die gute Versorgung unserer Bürger. Mit dem Bekenntnis zur kommunalen Trägerschaft muss das nicht unbedingt kollidieren, da das zu allererst bedeutet, dass ANregiomed nicht an einen privaten Konzern verkauft werden soll.

Der wesentliche Punkt in der künftigen Strategie von ANregiomed muss es sein, das verloren gegangene Vertrauen von Patienten, niedergelassenen Ärzten und Kooperationspartnern wieder zu zurückzugewinnen! Erste wesentliche Zeichen und Schritte müssen hier sein, die Wiederaufnahme einer durchgehenden Herzkatheterbereitschaft und der Versuch das angeschlagene Verhältnis zur Rangau-Fachklinik wieder zu kitten. Ebenso der Verzicht auf Kleinstabteilungen zu Gunsten von weniger, aber dafür leistungsstärkeren Abteilungen.

Krise als Chance

Über die Forderung von Uwe Schreiner, den Verwaltungsrat personell umzubauen, sollte man ernsthaft nachdenken. Wir verstehen das ausdrücklich nicht als Schuldzuweisung. Im Gegenteil, wir gehen davon aus, dass die Ratsmitglieder immer verantwortungsvoll im Rahmen ihrer Möglichkeiten gehandelt und entschieden haben. Aber es ist offensichtlich, dass dieses Gremium nicht in der Lage war, ANregiomed erfolgreich zu begleiten. Die offensichtlichen Versuche, Einzelinteressen von einzelnen Standorten auf Teufel komm raus durchzusetzen, lähmen den Verwaltungsrat bis zur Handlungsunfähigkeit. Wichtig ist, dass in Zukunft Entscheidungen getroffen werden, die im Sinn des gesamten Klinikverbunds und der ganzen Region sind. Das ist die große Chance dieser Krise.